Der Antriebsblock war schon fertiggestellt und konnte nun an seinem Platz verschraubt werden.

Im Bugteil hatte ich inzwischen auch angefangen das Druckluftsystem zu Installieren. Da einige Kollegen ihre Propeller selbst herstellten, wollte ich meinen auch selbst bauen. Dazu habe ich mir nach vielen Originalbildern eine CAD Zeichnung der Blätter angefertigt und diese als CAM Daten an einen Freund geschickt. Da er eine CNC Fräse besitzt waren die Blätter aus 1,5mm Messing schnell hergestellt. Unterdessen habe ich die Nabe und den Blatthalter gedreht. So konnte ich den Propeller relativ schnell herstellen. Als kleines Gimmik bekam er noch einige M 0,3 Sechskantschrauben in der Nabe verpasst.

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Im Mai 2007 bin ich dann an die vielen Gravuren gegangen. Als Beispiel dafür diente mir mal wieder das 1:144er Revellmodell. Es ist sehr genau und kann daher getrost als Referenz herhalten (Achtung bei den Decksdetails, die Italiener sind wesentlich anders). Es folgten diverse Klappenausschnitte und Gravuren. Zum gravieren habe ich ein kleines Feinsägeblatt benutzt das an einem Stahllineal geführt wird. Die Stöße werden so sehr fein und genau. Da die Italiener ihre Bootshüllen nicht verschleifen, sieht man an der Hülle die Schweißnähte. Diese habe ich einzeln eingeritzt und anschließend mit 0,5mm Messingdrähten eingelegt. Das ganze wurde mit Sekundenkleber fixiert und dann etwas flachgefeilt. Es entsteht die Imitation von Maschinell geschweißten Nähten.

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Den Decksverschluss wollte ich unsichtbar haben. Bei der 212 liegen die Klappen sehr günstig sodass ich diese dazu benutzt habe die Verschlussschrauben zu tarnen. Das Ergebnis ist ein Deck ohne sichtbare Verschraubung. Zum Treffen in Kaiserslautern im September 2008 war das Boot dann endlich fahrbereit. Kurz davor hatte ich Gelegenheit im Teich eines Kollegen einige Trimmarbeiten zu erledigen. Beim Treffen selbst lief das Boot einwandfrei. Bis auf die Tatsache das es nicht tauchen wollte.... Nach erfolgloser Suche auf dem Treffen, bin ich dann nur Überwasser gefahren. Die Lösung fand ich dann in der Werkstatt zuhause: Es war ein defekter Pin der Sub-D Stecker der die Flutventile schaltet. Kleine Ursache aber kein Tauchen...

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Inzwischen bekam ich neue Bilder der Italienischen Boote. Zum Teil extrem Hochauflösend. Daher fiel der Entschluss das Boot weiter zu detaillieren. Ich wollte die Verschraubungen der Außenhülle andeuten. Dies ging nur indem ich die Schrauben mit einem 0,7 mm Bohrer andeutete. Dazu bohrte ich mir auf der Fräse eine Schablone aus GFK. Diese ist sehr flexibel und lässt sich schön um die Rundungen anlegen. Zwischenzeitlich baute ich auch die Lampengehäuse fertig. Diese bekamen auch einige Details wie mini 6-Kanschrauben verpasst und wurden danach mit transparentem Harz ausgegossen. Eine Verblendung mit Folie oder Kunststoff schied aus, da diese auf Dauer undicht ist und unschön aussieht. Die Beleuchtung selbst ist mit LED realisiert.

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Im Juni 2009 dann war ich bei Andy und startete einen Tauchversuch. Einige kleine Leckagen waren schnell ausfindig gemacht und konnten behoben werden. Anfang August dann habe ich das Boot fertig ausgetrimmt und zum ersten Mal sauber getaucht. Die Endlackierung konnte nun auch erfolgen. Nach etlichen Vergleichen mit Originalbildern entschloss ich mich dazu die Farben selbst zu mischen. Erstmals habe ich auch an einem so großen Boot eine dezente Alterung lackiert. Nach einem Preshading folgte die dünne Lackierung. Danach eine Schicht Klarlack. Die Kennungen und Tiefgangsmarken wurden aufgebracht und mit einer weiteren Schicht Lack geschützt. Zum Abschluss folgte ein leichtes trockenmalen und Altern der Unterwassersektion.

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